Kita im Gewerbehof e.V.

Die Kindertagesstätte im Gewerbehof Karlsruhe wurde 1987 gegründet und ist eine der ältesten selbstverwalteten Einrichtungen für Kinder in Karlsruhe. Sie ging aus dem "Internationalen Kindergarten" hervor, der, 1982 gegründet, 1987 die Räume im Gewerbehof bezog.

In der Tagesstätte werden insgesamt 38 Kindern vom ersten Lebensjahr bis zur Einschulung in altersgemischten Gruppen betreut.

Für die pädagogische Betreuung stehen 6,6 ErzieherInnen-Stellen zur Verfügung, ergänzt durch eine Stelle für das Anerkennungspraktikum sowie drei Stellen für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) bzw. den Bundesfreiwilligendienst (BFD). Alle MitarbeiterInnen verstehen sich als Teil eines pädagogischen Teams, das sich mindestens einmal im Monat zu Teambesprechungen trifft.

Basis der pädagogischen Arbeit ist ein Grundkonsens zwischen Eltern und ErzieherInnen, der als pädagogisches Konzept auch schriftlich fixiert wurde.

Eltern- und Gruppenabende bilden den Rahmen für Diskussionen zum Kita-Alltag, zu Gesprächen über konzeptionelle Fragen und pädagogische Themen, bei denen die Anwesenheit aller Eltern erwartet wird.

Die Kindertagesstätte wird durch die Beiträge der Eltern und öffentliche Zuschüsse finanziert. Um die Eltern zu entlasten, ist ein Teil der Verwaltungsaufgaben, u. a. die Lohnbuchhaltung, extern an einen Verband als Dienstleistung vergeben worden. Darüber hinaus ist die Kita Mitglied im Dachverband der selbstverwalteten Kindergärten in Karlsruhe und im ebenfalls selbstverwalteten "Freiraum e.V.", dem "Dachverein" des Gewerbehofes.

Die Kita ist ganzjährig - mit Ausnahme der Zeit zwischen Heiligabend und dem Dreikönigstag - von 7.30 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Die Kinder erhalten ein vollwertiges, von den Eltern frisch zubereitetes vegetarisches Mittagessen, außerdem werden ihnen Zwischenmahlzeiten angeboten.

Prägend für den Umgang und die Organisation innerhalb der Kita ist die Selbstverwaltung. Selbstverwaltung bedeutet: Alle Eltern organisieren gemeinsam mit den ErzieherInnen die Kindertagesstätte, sie ermöglichen den Betrieb und gestalten vor allem die Pädagogik selbstverantwortlich mit. Das wichtigste Gremium für die Entscheidungsfindung in der Kita ist der gemeinsame ("große") Elternabend, zu dem sich die Eltern beider Gruppen zusammen mit den ErzieherInnen in der Regel jeden zweiten Monat treffen. Darüber hinaus gibt es mindestens einmal jährlich eine Jahreshauptversammlung, die insbesondere über die Zusammensetzung des Vorstandes und der Arbeitsgruppen entscheidet. Von allen Eltern ist Engagement für Vereins- und Betriebsorganisation, Unterstützung bei der Kinderbetreuung, Putzen und Waschen, Reparaturen, Spielgeräte- und Mobiliarbau, Garten-, Spielplatzgestaltung und -pflege und vieles mehr gefordert.

Die Kita trägt sich selbst, organisiert sich selbst und entwickelt sich selbst weiter - in dem Maße, in dem Eltern und ErzieherInnen sich einbringen.